Wie die Bike Republic Sölden zu einer erstklassigen MTB-Destination wurde

Die Transformation ist das Ergebnis einer strategischen Planung, umfangreicher Investitionen und der Zusammenarbeit verschiedener Stakeholder.

Written BY

Die Bike Republic Sölden hat sich in den letzten Jahren zu einer der führenden Mountainbike-Destinationen Europas entwickelt. Diese Transformation ist das Ergebnis einer strategischen Planung, umfangreicher Investitionen und der Zusammenarbeit verschiedener Stakeholder. Hinter diesem Erfolg stehen Menschen, die sich unermüdlich für die Idee einsetzen – allen voran Dominik Linser, der als Destinationsmanager seit über 10 Jahren Lösungen und Konsens mit allen Beteiligten sucht. In dieser Fallstudie beleuchten wir die wichtigsten Schritte und Maßnahmen, die Sölden unternommen hat, um sich als Top-Ziel für Mountainbiker zu etablieren.

1. Vision und Planung

Die Grundlage für den Erfolg der Bike Republic Sölden war eine klare Vision: Sölden sollte nicht nur ein Wintersportparadies, sondern auch ein erstklassiges Sommerziel für Mountainbiker werden. Diese Vision wurde durch eine umfassende Planung unterstützt, die sowohl die Bedürfnisse der Mountainbiker als auch den Schutz der Umwelt berücksichtigte.

  • Strategische Planung: Eine detaillierte Marktanalyse und das Studium erfolgreicher MTB-Destinationen weltweit bildeten die Basis der Planung. Dies half, die Erwartungen der Zielgruppe zu verstehen und innovative Konzepte zu entwickeln.

2. Einbindung der Gemeinschaft

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war die frühzeitige und umfassende Einbindung aller relevanten Stakeholder, einschließlich der lokalen Gemeinschaft, Umweltorganisationen, Tourismusverbände und natürlich der Mountainbiker selbst.

  • Partizipation: Durch öffentliche Workshops, Umfragen und regelmäßige Meetings wurden die Bedürfnisse und Wünsche der Gemeinschaft berücksichtigt. Dies förderte nicht nur die Akzeptanz, sondern auch die aktive Unterstützung des Projekts. Dominik Linser, der unermüdlich bis spät abends Stammtischbesuche bei Landbesitzern, Forstbeamten, Jägern und Bauern machte, spielte eine Schlüsselrolle dabei, für alle Beteiligten Vorteile herauszuholen.

3. Infrastruktur und Trails

Die Entwicklung eines vielfältigen und hochwertigen Trail-Netzwerks war entscheidend. Sölden setzte auf eine Kombination aus neu angelegten Trails und der Optimierung bestehender Wege. Diese Investition lohnt sich nur, wenn die Trails nachhaltig sind und möglichst wenig Unterhaltskosten verursachen.

  • Vielfalt der Trails: Das Angebot reicht von einfachen, familienfreundlichen Strecken bis hin zu anspruchsvollen Downhill-Trails für erfahrene Biker. Dies stellt sicher, dass für jeden etwas dabei ist, was die Attraktivität der Destination erhöht.

4. Branding und Gemeinschaftsgefühl

Das Branding der Bike Republic Sölden hat entscheidend dazu beigetragen, dass sich die Community als Teil dieses einzigartigen Projekts fühlt. Dies fördert die Identifikation und Loyalität der Nutzer.

  • Branding: Die Bike Republic ist mehr als nur ein Name; sie ist ein Gemeinschaftsgefühl, das die lokale Bevölkerung und die Besucher gleichermaßen einschließt. Diese starke Identität ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

5. Kontinuierliches Lernen und Zusammenarbeit

Seit über 10 Jahren ist Allegra ein Teil der Bike Republic Sölden. Unsere Zusammenarbeit hat uns nicht nur inspiriert, sondern wir haben auch kontinuierlich von den Herausforderungen und Erfolgen in Sölden gelernt.

  • Partnerschaft und Lernen: Die langfristige Zusammenarbeit mit den lokalen Akteuren hat uns tiefgehende Einblicke in die erfolgreichen Strategien der Destination gegeben. Diese Partnerschaft hat es uns ermöglicht, unsere eigenen Ansätze zu verbessern und innovative Ideen zu entwickeln.

Die Bike Republic Sölden zeigt eindrucksvoll, dass der Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg bei der Entwicklung von Destinationen nicht in Finanzen, Budget oder Branding liegt, sondern in den Menschen und ihrer gemeinsamen Vision, ihrem Konsens und ihrer unermüdlichen Aufopferung für die Idee. Um den Erfolg selbst zu erleben und von den Menschen hinter der Bike Republic zu lernen, sollte man Sölden besuchen und sich auf eine Studienreise begeben.

Die kontinuierliche Weiterentwicklung und Anpassung an die Bedürfnisse der Biker und die Umwelt sichern den langfristigen Erfolg dieser Destination. Mit diesen Erkenntnissen und Ansätzen kann auch deine Region das Potenzial zur Entwicklung einer erfolgreichen Mountainbike-Destination ausschöpfen.

more OF ALLEGRA

Mountainbike-Konzept Kanton Thurgau

Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben und Interessen des Natur- und Landschaftschutzes soll das Mountainbike-Konzept für den Kanton Thurgau die Bedürfnisse aller Interessensgruppen erfüllen.

Trails2School: Wenn der Schulweg zum Erlebnis wird

Trails2School gestaltet die letzten Meter vor dem Schulhaus mit einfachen Trail-Elementen – für mehr Freude, mehr Bewegung und mehr Kinder auf dem Velo. Pilotgemeinden im Kanton Graubünden gesucht.

Planung und Bau – Roter Enduro Tech-Trail: Tché Don im Bikepark Moléson

Der Tché Don im Bikepark Moléson ist ein naturbelassener Trail, der technische Raffinesse und echtes Enduro Feeling schafft – direkt und fordernd.

Der Film: «ALLEGRA – Building Trails and Connecting Worlds in Japan»

Am 30.04. geht unser Film online! Begleite ALLEGRA auf einer inspirierenden Reise – von den Ursprüngen in der Schweiz bis hin zum Aufbau einer neuen Mountainbike-Kultur in Japan.

Bau – Grüner Style-Trail: Foppa-Trail in Flims Laax

Ein grüner Flow-Trail mit sanften Wellen, flachen Kurven und einem verspielten Channel, der Einsteigern und Familien ein flüssiges, kontrolliertes Fahrerlebnis bietet.

Wegunterhaltskurse mit ALLEGRA: Trails erhalten statt nur bauen

Trailbau endet nicht mit dem letzten Shapetag – dann beginnt der Trail erst zu leben. Aber auch Jahrzehnte alte Wege brauchen regelmässige Pflege. In unseren Wegunterhaltskursen mit Graubünden Bike vermitteln Lukas Häusler und das ALLEGRA Team praxisnahes Wissen zu nachhaltigem Trailunterhalt – vom alpinen Endurotrail, Skill Center bis zum Wanderweg. Jetzt mehr erfahren und anmelden!

Planung und Bau – Roter Tech Trail mit Style-Elementen: Bassa di Cardada in Ascona-Locarno

Der Bassa di Cardada vereint technisches Können, aktive Linienwahl und kreativen Fahrstil - über dem Lago Maggiore.

Fairtrail Graubünden und seine Wirkung

Fairtrail Graubünden resümiert über seine Projektdauer und dessen Wirkung. Es zeigt sich eines deutlich: Das Koexistenz-Projekt fördert respektvolles Miteinander zwischen Bikenden und Wandernden auf den Langsamverkehrswegen der Bündner Bergwelt wirklich.

Miniparks, unsere Set-Lösungen für kleine Flächen

Miniparks sind die platzsparende (urbane) Set-Lösung für mehr Bewegung & Skills auf dem Velo.

graubünden Bike: Wie Partizipation Wirkung zeigt

Entdecke, wie graubünden Bike den Bike-Tourismus in Graubünden stärkt. Agile, partizipative Projekte fördern Velo-Erlebnisse für Einheimische & Gäste.

Wisst ihr eigentlich,

...was auf euren Trails, Wander- oder Velowegen wirklich los ist?

Wir zählen mit modernster Technik und heben (hybrides) Frequenzmonitoring alpin und urban aufs nächste Level!